Donau

Donau - der Klassiker aller Flussreisen

Unbeirrt durchquert der märchenhafte Fluss zehn der schönsten Länder Europas. Von ihrer Quelle im Schwarzwald bis ans Schwarze Meer ist sie mit 2.888 Stromkilometern nach der Wolga der zweitlängste Strom Europas. Nur bei der Donau werden die Stromkilometer von der Mündung bis zur Quelle gezählt, also von "Null" im Delta am Schwarzen Meer bis zu Kilometer 2.888 bei der Breg-Quelle im Schwarzwald.


Das tiefblaue Donau-Wasser fliesst stolz durch die herrlichen Landschaften und präsentiert sich kontrastreich inmitten der atemberaubenden Natur. Rechts und links der Donau wechseln das Wellenspiel der Hügel mit akkuraten Weinterrassen, barocke Kuppeln mit lauschigen Dorfansichten, Blumenwiesen mit üppig grünen Auwäldern. Schlösser, in denen sich Weltgeschichte abspielte, spiegeln sich im Wasser. Burgen, ihrer Wehrhaftigkeit schon lange beraubt, überblicken versonnen den Fluss. Das silbrig-blaue Band der Donau teilt nicht nur das Land in zwei malerische Ufer, sonder verband schon immer Menschen mit der Welt.


Die Donau, eine der ältesten Handelswege Europas, beförderte Salz und Erze und förderte weit reichende Handelskontakte. Regensburg und Passau blühten auf – und mit den Obstbäumen der Wachau um die Wette. Viele Traditionen und all die Kunstschätze von Weltruf entstammen den weltlichen Freuden von damals – oder der Gottesfurcht.


Die Hauptstädte Wien, Budapest und Bratislava scheinen sich noch heute lieber im Takt des Walzers zu wiegen, als hektisch in die Zukunft zu eilen. Und dadurch hat man auch ein wenig mehr Zeit, die man gerne mit anderen teilt: in liebenswerten Kaffeehäusern, in tschechischen Biergärten und urigen Weinschenken.


Sogar die Musik beschreibt die faszinierende Donau und verewigt den Strom auf liebliche Weise. Verzückt von dem schönen blauen Fluss, schrieb Johann Strauss 1867 den „Donau-Walzer“. Aber nicht nur Musik und Kultur hat der Donau zu Bekanntheit verholfen, die farbenprächtigen, malerischen Naturlandschaften und die faszinierende Artenvielfalt, die den europäischen Strom bereichern, inspirierten die im Laufe der Jahrhunderte angesiedelten Einheimischen an der Donau, mystische Geschichten und Sagen zu verbreiten. So manchen Flussüberquerenden trübten die märchenhaften Landschaftsbilder fantasievoll die Wahrnehmung. Wer die traumhafte Donau bereist, wandelt auch gleichermassen auf den Spuren der Mythen und Legenden. In allen Ländern, die die Donau filigran mit ihrem Strom beehrt, gibt es sowohl Geheimnisvolles als auch Atemberaubendes zu entdecken.


Landschaftliche Höhepunkte sind die Wachau mit Kloster Melk, Krems und Dürnstein. Atemberaubend ist das Eiserne Tor, ein Felsdurchbruch an der Grenze von Serbien zu Rumänien. Die Wachau, der Wienerwald und die Donau-Auen sind Ziele geführter Wanderungen zu Weingärten, Burgruinen und Naturparadiesen. Der Höhepunkt einer Donau-Reise ist dann das Donau-Delta. In Europas grösstes Feuchtgebiet leben mehr als 4000 Tier- und über 1000 Pflanzenarten.


Der Main-Donau-Kanal verbindet den Fluss seit 1992 mit dem Rhein, so dass die Flussschiffe die Fahrtgebiete wechseln können. Einige der ungefähr 120 Donauschiffe fahren bis ans Schwarze Meer, der Klassiker ist die Strecke zwischen dem bayrischen Passau und Budapest in 8 Tagen. Durch die guten Fluganbindungen können Sie Ihre Reise auch in Wien starten. Die Abfahrten sind von April bis Oktober. Besonders stimmungsvoll sind die Advents- und Weihnachtsreisen.


Lassen Sie sich vom Zauber der Donau-Metropolen verführen und spüren Sie die Romantik, die Sie auf der Donau umgeben wird.

Passau/Deutschland

Passau liegt pittoresk auf einer Landzunge am Zusammenfluss von Donau, Inn und Ilz. Adelspaläste und Bürgerhäuser leuchten in Pastell, „garniert“ mit weissem Stuck. Die engen Gassen, malerischen Torbögen, Türmchen und Erker in der Altstadt werden vom Stephansdom majestätisch überragt. Im Innereren des barocken Drei-Kuppel-Doms steht die grösste Kirchenorgel der Welt – mit 17.774 Pfeifen und 231 Registern. Die Veste Oberhaus, die Zwingburg der mächtigen Passauer Bischöfe, hat ein selbstbewusst-trotziges Gegenüber: das Rathaus der Bürgerschaft, 1393 erbaut. Wegen des Engpasses an den Kaimauern wurde vor den Toren der Stadt (4 km entfernt) ein neuer Anleger gebaut.

Linz/Österreich

Die Stadt begann als kleiner Handelsflecken mit einer Burg. 1481 liess Kaiser Frieddrich III. die Burg zu einer mächtigen Hofanlage ausbauen. Damit begann ihr Aufstieg. Der Astronom Johannes Kepler lebte hier 12 Jahre. Mozart komponierte hier als Fürstengast seine Linzer Sinfonie. Anton Bruckner weilte als Domorganist in der Stadt und Adalbert Stifter wurde in Linz geboren. Der Neue Dom sollte eigentlich die grösste Kirche Österreichs werden. Doch ein k. u. k. Dekret aus Wien verbot die Pläne. Und so ist der Turm einen Meter niedriger ausgefallen als beim Stephansdom. Die berühmte Linzer Torte wird übrigens 1777 erstmalig schriftlich erwähnt – in drei Rezeptvarianten.

Melk/Österreich

Auf einem Felsen thront das barocke Benediktinerstift Mel, ein Monumentalbauwerk, blendend in seiner Pracht im Inneren – von den Deckengemälden bis zur Bibliothek. Sie umfasst um die 90.000 Bände und über 2.000 Handschriften, die Umberto Eco zu seinem Werk „Der Name der Rose“ inspirierten. Das Stift wurde bereits 1089 von den Babenbergern gegründet und zählt zu den bedeutendsten und grössten Barockbauten Europas. 1888 Fenster erlauben den weiten Blick auf Himmel und Erde. Prunkvoller Höhepunkt: die barocke Stiftskirche mit dem „Audienzsaal Gottes“.

Wachau/Österreich

Die Wachau - das sind Marillen, Obstbrände, Trauben und Wein. Und natürlich eine wunderschöne Donaulandschaft. Der Flusslauf schlängelt sich in unzähligen Schleifen durch das Land, umrundet Hügel, umkreist alte Burgen, umarmt Weinberge und kleine Dörfer, in der die Kirchtürme Zwiebelkuppeln haben. Dürnstein gilt als das romantische Herz der Wachau, Melk als ihre Seele.

Dürnstein/Österreich

Dürnstein ist ein romantischer Weinort mit einem Renaissanceschloss, einem Stift, einem Nonnenkloster und vielen gemütlichen Weingaststätten, auch Buschenschenken genannt. Und er ist vielleicht der einzige Ort der Welt, der sich damit brüstet, dass jemand ganz unbedingt wieder wegwollte: Richard Löwenherz. Auf der Rückreise von seinem Kreuzzug verbrachte er hier geraume Zeit im Kerker. In bester Raubrittermanier forderte man Lösegeld und liess ihn erste von dannen ziehen, als alles gezahlt war: 100.000 Mark Silber. Die Burg ist heut nur noch eine Ruine, das Geld floss donauabwärts: in den Aufbau der Wiener Neustadt.

Krems/Österreich

Die Geschicke von Krems sind seit frühester Zeit mit dem Weinbau verbunden. Daran hat sich in rund 1.000 Jahren wenig geändert. Auf Schritt und Tritt begegnet man dem Wein, auf Strassen und Plätzen, in alten Klöstern und Kirchen, auf Wirtshausschildern, im Museum, auf Weingütern und natürlich leibhaftig in den Heurigenstuben. Im 13. Jh. befand sich beinahe die Hälfte der Kremser Weinbaufläche im Besitz der Klöster und die schöne blaue Donau wurde der Haupthandelsweg für edle Tropfen. Nur daran hat sich in Krems ein wenig geändert.

Wien/Österreich

Wien, das sind die Hofburg, der Stephansdom und das Burgtheater, die Schlösser Belvedere und Schönbrunn, die Fiaker, der Prater, der Naschmarkt und das Hundertwasserhaus. Es ist die Stadt der Komponisten und der Handküsse, der gediegenen Kaffeehäuser, der Hofreitschule, der Lippizaner und des Wiener Schmähs - was hier kein Schimpfwort ist. Die Kaiserresidenz der k.u.k. Monarchie war und ist auch eine Stadt der lebensfrohen Bürger, des Walzers, des Wienerwalds, des Jugendstils und des „Dritten Manns“. Meist legen die Schiffe etwas ausserhalb in Nussdorf oder am zentraleren Handelskai an. Wenn das Schiff über Nacht bleibt, können Sie einen abendlichen Heurigen-Ausflug nach Grinzing geniessen. Musikbegeisterte und Klassikfans finden in Wien Mozart, Beethoven, Haydn, Schubert, Schönberg und nicht zu vergessen den Walzerkönig Johann Strauss - das musikalische Angebot ist überwältigend. Wer sich eher für zeitgenössische Musik interessiert, kann in einem stillgelegten Gasometer einen Walk of Stars besuchen. Dort haben Künstler aus Pop, Rock, Jazz, Blues, Folk, Volksmusik und Schlager ihre Hand- und Fussabdrücke a la Hollywood verewigt.

Bratislava/Slowakei

Das ehemalige Pressburg ist die einzige Hauptstadt der Welt, deren Gebiet an zwei Nachbarstaaten grenzt. Sie war schon einmal, für etwa 250 Jahre, eine bedeutende Hauptstadt. Allerdings im Königreich Ungarn. Selbst als sie es 1785 nicht mehr war, liessen sich die Monarchen weiterhin im Martinsdom der Stadt krönen. Und nun, als Hauptstadt der Slowakischen Republik, wird dieser alte Glanz aufpoliert, die schönen Bürgerhäuser herausgeputzt und die Adelspalais fein gemacht. Die pittoreske Altstadt wird liebevoll restauriert. Prunkstück ist der Primatial-Palast mit seiner berühmten Gobelinausstellung und Gemäldegalerie mit Werken grosser europäischer Meister. Weitere Höhepunkte sind die Burg, die Domkirche, die Kapitulsgasse, das Priesterseminar und die Klarissenkirche. Beliebte Treffpunkte sind der Marktplatz und die Bars und Cafes in den anliegenden Gassen. Bratislava beweist, dass sich Geschichte nicht nur in Stein verewigt, sondern etwas überaus Lebendiges ist. Vom Anleger kommt man zu Fuss in wenigen Minuten in die Altstadt.

Esztergom/Ungarn

Die Geburtsstunde Ungarns lag eigentlich in Esztergom. Denn am ersten Tag des Jahres 1001 wurde Stephan der Heilige in Esztergom zum ersten ungarischen König gekrönt. Vielleicht wohnt der ungarische Geist in Budapest und das Herz in der Puszta, doch ganz sicher wohnt die Seele Ungarns in Esztergom. Zumindest, wenn sie katholisch ist. Der Erzbischof von Esztergom ist das Oberhaupt der ungarischen katholischen Kirche. Die wertvollste Sammlung ungarischer Kirchenschätze befindet sich in der Schatzkammer der Basilika und die Grabstätte eines Märtyrer-Kardinals in ihrer Gruft. Doch es geht noch weiter: Die mächtige Basilika Mariä Himmelfahrt thront nicht nur erhaben über dem Ort, sie überblickt auch die Donau - als grösste Kirche des Landes - und nachts wunderschön angestrahlt. Ihr zu Ehren komponierte Franz Liszt eine eigene Einweihungs-Messe. Vorbild des klassizistischen Umbaus war kein Geringerer als der Petersdom in Rom.

Budapest/Ungarn

Die einen schwärmen von seinem Zauber, andere schwören auf seine kulinarischen Reize, manche können vor lauter Stöbern in den Geschäften kaum die Schönheit der Strassen wahrnehmen und einige bleiben einfach nur irgendwo am Donauufer sitzen und staunen stundenlang. In Budapest könnte man lernen, genügsam zu werden, damit man zumindest einen Teil verinnerlicht. Seit 1987 gehören weite Bereiche Budapests zum Weltkulturerbe der UNESCO. Seine prächtigsten Ufer liegen wie bei einem aufgeschlagenen Buch rechts und links der Donau - ob das neugotische Parlamentsgebäude, dessen helle Fassaden einem Kristallpalast gleichen, die Fischerbastei, der Burgberg mit dem Schloss, die Kettenbrücke, die Matthiaskirche, die Gassen, die einem Sittengemälde gut zu Gesicht stehen würden, Wohnstuben, Badehäuser und Stadtpaläste, die Geschichte und Geschichten erzählen. Die Schiffe legen auf der Pester Seite an. Von hier sind es nur wenige Minuten in die Fussgängerzone Vaci Utca. Eine Stadtrundfahrt ist empfehlenswert, da der Stadtteil Buda sehr hügelig ist. Budapest ist das einzige Kurbad, das zugleich Hauptstadt ist. Aus 118 natürlichen Quellen und Rohrbrunnen sprudeln jeden Tag 70 Millionen Liter Thermalwasser. Bereits in der Römerzeit gab es 14 Thermalbäder. Die Blütezeit erlebte die Badekultur Ende des 19., Anfang des 20. Jh. Aus dieser Zeit stammt das berühmte Gellert-Heilbad. Mit seiner prachtvollen Jugendstileinrichtung gilt es als das schönste Bad von Budapest. Sehenswert sind auch das Heilbad Kiraly, Rudas-Heilbad, Lukacs-Heilbad und das Szechenyi-Heilbad.

Kalocsa/Hajos/Ungarn

Hajos liegt im südlichen Teil der grossen ungarischen Tiefebene und nur weniger Kilometer vom Donauort Kalocsa entfernt. Anfang des 18. Jh. förderte der Erzbischof von Kalocsa die Besiedelung des Ortes durch Schwaben. Er verpflichtete sie zum Weinanbau und zur Weinherstellung und garantierte ihnen dafür Steuerfreiheit. So begann die Entstehung des heutigen Kellerdorfes mit seinen über 1.200 Weinkellern und der gute Ruf des Weinanbaugebietes Hajos. In den Fässern lagern Hajoser Cabernet Blau-fränkisch und Zweigelt - eine Weinprobe lohnt sich.

Novi Sad/Serbien

Der Hauptort der Wojwodina, der Kornkammer des ehemaligen Jugoslawiens, ist das serbische Novi Sad. Im 19. Jh. wurde der Ort geistiges und kulturelles Zentrum der Serben innerhalb der österreichisch-ungarischen Monarchie und erhielt den klangvollen Beinamen „Athen des Nordens“. Gegenüber der Stadt liegt die imposante Festung Petrovaradin, eine der grössten Europas. Vor, auf und hinter ihren Mauern hat sich viel Spannendes ereignet. Nur ein Intermezzo aus ihrem langen, über 600 Jahre alten Leben: Der gesamte Schatz des Wiener Kaiserhofs lag sicherheitshalber hier, als sich Napoleon Wien näherte.

Belgrad/Serbien

Die Hauptstadt von Serbien ist eine von vier Landeshauptstädten an der Donau. Durch die Teilung des Römischen Reiches in West und Ost kam Belgrad zu Ostrom und wurde von byzantinischer Kultur stark beeinflusst. Noch heute ist der orthodoxe Glaube vorherrschend. Wer gar einen Hauch von Orient verspürt, liegt ebenfalls richtig. Denn die türkische Herrschaft war „erst“ 1876 vorbei. Die beiden Weltkriege des letzten Jahrhunderts und die politischen Probleme der letzten Jahrzehnte haben an Belgrad sehr genagt. Mit viel Optimismus und Elan entsteht zurzeit eine moderne europäische Metropole, in der man gut und gerne lebt. Sehenswert ist die imposante Festung Kalemeglan. Der sie umgebende Park zählt zu den beliebtesten Flaniermeilen der Stadt. Auch die Sveti Sava, eine der grössten orthodoxen Kirchen der Welt, und der Dom sind durchaus beeindruckend. Zu den ältesten und schönsten Teilen Belgrads zählt die Knez-Mihailova-Strasse. Mit ihren repräsentativen Gebäuden und Bürgerhäusern aus dem 19. Jh. ist sie heute Fussgängerzone und Shoppingmeile. In Belgrad gibt es eine ausgeprägte Cafe-Kultur und Kennern zufolge die besten Grillspezialitäten der Welt. Das Nachtleben der Stadt ist so lebendig und quirlig wie nirgendwo sonst auf dem Balkan.

Eisernes Tor/Djerdap/Serbien

Das Eiserne Tor, serbisch Djerdap, ist ein Taldurchbruch der Donau, der zwischen den Südkarpaten und dem Serbischen Erzgebirge an der Grenze von Rumänien zu Serbien liegt. Bis in die 1970er Jahre hinein galt die grösste Flussklippenlandschaft Europas als der gefährlichste Flussabschnitt der Donau. An der spektakulärsten Stelle, dem so genannten Kazan, auf deutsch Kessel, wird die Donau regelrecht eingezwängt. Ein Stück weiter überragen 300 Meter hohe Klippen abrupt das Flussufer. Ein spannendes Relikt aus römischer Zeit ist die Tabula Traiana, in den Fels des Eisernen Tors geschlagen. Es ist eine Tafel, die der römische Kaiser Trajan im Jahre 100 anlässlich der Beendigung des Strassenbaus in der unteren Schlucht der Donau anbringen liess. An beiden Seiten sind schwebende Delfine, oben befindet sich der römische Adler mit geöffneten Schwingen, rechts und links wurden je drei sechsblättrige Rosen als Reliefs in den Stein gehauen. Diese Tafel ist nur vom Wasser aus sichtbar.

Vidin/Bulgarien

Die Stadt gehört zu den ältesten Orten Bulgariens und ist reich an architektonischen und historischen Sehenswürdigkeiten. Von Kelten gegründet, von Römern, Bulgaren und Byzantinern befestigt, von Thrakern und Hunnen bewohnt, kann Vidin nachweislich auf etwa 17 Jahrhunderte der Besiedelung zurückblicken. Am Donauufer erhebt sich die quadratische Festung Baba Vida, die ursprünglich von den Römern angelegt, doch ständig aus- und umgebaut wurde. Malerisch verfallene alte Stadtvillen, Kirchen und Moscheen, ein pagodenähnliches Museumsgebäude und eine prächtige Kathedrale bilden einen einzigartigen Stilmix.

Belogradcik

Wie ein Schattentheater riesiger Gestalten zeichnen sich im Westen des kleinen Ortes bizarre Felsgebilde ab. Die meisten dieser Felsen haben nicht nur ihre eigenen Namen, sondern selbstverständlich auch ihre eigenen legenden. Inmitten dieser verzaubert wirkenden Felsenwelt liegt eine einsame Festung: Kaleto. Sie hat bereits römische Legionäre gesehen, byzantinische, bulgarische und osmanische Soldaten beherbergt und ist nun ein friedliches Fleckchen geworden, das einen herrlichen Ausblick auf Fantasie-Adler, Riesenpilze, Mönche und Löwen aus Stein bietet.

Pleven/Bulgarien

Die schöne Universitätsstadt Pleven, auch als Stadt der Museen bekannt, ist stolz auf das grosse kulturelle Erbe, das im 5. Jahrtausend vor Christus begann. Um die Zeitenwende wurde der Ort dem Römischen Reich angegliedert und erhielt eine Festung. Ausgrabungen bestätigen ihre strategische, religiöse und administrative Bedeutung in jeder Zeit. Plevens Blütezeit endete im Mittelalter mit der osmanischen Eroberung. Unter der ungeliebten Türkenherrschaft entstand jedoch ein bulgarisches Nationalgefühl und der Ort entwickelte sich zum Zentrum traditioneller Handwerke: Baumwolle wurde angebaut, Gerbereien und Schmieden entstanden, man handelte mit Wolle, Leder, Tabak und Lastentieren.

Russe/Bulgarien

Die viertgrösste Stadt Bulgariens ist der wichtigste Donauhafen des Landes und der Geburtsort von Elias Canetti. Die hübsche Stadt hat viele Beinamen, der vielleicht bekannteste: Klein-Wien. Über 200 Bürgerhäuser und Paläste aus der Zeit des Barocks und der Renaissance bestechen in der Innenstadt von Russe. Highlights sind das Pantheon mit seiner goldenen Kuppel, das Ethnografische Museum und die Kirche Sveta Troiza mit ihren Ikonen. Parks und grosse Plätze, Alleen und Promenaden sind ideale Flaniermeilen - bei Tag und Nacht. Der Donauuferpark ist mit seinen Biergärten besondert beliebt und belebt, aber auch ein überaus idyllisches Fleckchen. Empfehlenswert ist auch ein Ausflug zu den etwa 20 km entfernten Felsenkirchen von Ivanovo. Mit ihren Fresken gehört sie zum UNESCO-Weltkulturerbe.

Tulcea/Rumänien

Die grösste Stadt des Donaudeltas ist seit der Antike eine Hafenstadt und das Tor in das 5.000 qkm grosse Mündungsgebiet der Donau.

Donau-Delta

Grandioses Finale am Schwarzen Meer: Das Delta ist das grösste europäische Feuchtgebiet. Etwa die Hälfte der Fläche steht unter Naturschutz. Mäandernde Wasserläufe, ungefähr 400 Seen, Wiesenflecken und Dünenlandschaften, Schilfinseln und Lagunen, kleine Fischerdörfer, die nur über das Wasser zu erreichen sind - die Region ist eine der abgelegensten Europas und das grösste zusammenhängende Schilfgebiet der Erde mit zeitweise überschwemmten Wiesen und urwaldartigen Auwäldern. Das einzigartige UNESCO-Biosphärenreservat beherbergt mehr als 4000 Tier- und über 1000 Pflanzenarten. Im grössten Vogelreservat treffen gleich fünf Vogelzug-Routen aufeinander und mehr als 300 Vogelarten, u. a. Purpur-, Silber-,  Grau- und Seidenreiher, Rosa- und Krauskopfpelikane, Störche, Ibisse, Löffler, Kormorane und Seeadler bevölkern das Wasser und die Uferstreifen.

Österreich - klösterreich

Wie ein Flaggschiff des Glaubens liegt Passau auf der schmalen Landzunge zwischen Donau und Inn, den Bug gen Osten gerichtet. Von hier aus, so lautete der Auftrag an seine mächtigen Bischöfe, sollte das christliche Kreuz stromabwärts in Richtung Morgenland getragen werden.


 So wurde die Donau, auf der Wein und Weizen, Holz und Salz verschifft wurden, im frühen Mittelalter auch zur Transportschiene für geistige Güter wie Glauben und Religion. Missionare entsandte man auf ihr zu unbekannten Heidenvölkern, charismatische Heiligengestalten wie Wolfgang und Severin predigten an ihren Ufern.


 Auf den ersten Schritt aber musste der zweite folgen. Mit dem Ziel, den Glauben auf Dauer zu festigen, wurden in rascher Folge immer neue Klöster gegründet. Dass heute in aller Regel nichts mehr und diese frühen Bauten erinnert, hat seine Ursache im unerbittlich geführten Machtkampf zwischen Wien und der Hohen Pforte. Er wurde im 16. und 17. Jh. vor allem in den Donauländern ausgetragen und bezog seine Dynamik aus der Tatsache, dass er zugleich ein Glaubenskrieg zwischen Christentum und Islam war. Als sich das osmanische Reich dann endlich geschlagen geben musste, waren weite Gebiete verwüstet und durch Seuchen, Verschleppung und Mordbrennerei entvölkert.


Jetzt galt es, ein Fanal zu setzen und die Klöster taten es. Was zerstört war, wurde prächtig neu errichtet, was erhalten war, verschwenderisch barockisiert. Bauen zum Zeichen des Triumphs lautete die Devise - und die Rechnung ging auf: Denn mit der imperialen Geste ihrer barocken Prachtentfaltung stehen die Donauklöster bis heute für den Sieg der Kirche über die „Ungläubigen“. Und offenbaren in ihrem Inneren, wem die Welt diese Grosstat zu verdanken hat: dem Hause Habsburg!

Rhein

Rhein

Der Rhein (1320 km) ist der „deutscheste“ aller Flüsse und die am meisten befahrene Wasserstrasse Europas und verbindet Zentral- und Westeuropa miteinander. Durch seinen unvergleichlichen Charme verzaubert der idyllische Strom jedes Jahr aufs Neue seine zahlreichen Besucher. Gemütlich fliesst der Rhein durch alte Städte wie Basel, Strassburg, Mainz und Köln und durch facettenreiche, märchenhafte Landschaftsbilder, die altertümliche Burgen, dichte Wälder, Berge und Täler beheimaten.


In den schnurgeraden Rebreihen an den steilen Hängen - vor allem an denen der pittoresken Nebenflüsse Ahr, Nahe und Mosel - reifen üppige Weintrauben zu edlen vollmundigen Tropfen heran. Bereits um 300 n. Chr. hat der römische Soldatenkaiser Probus den Wein hier heimisch gemacht. Die Lagenbezeichnungen prangen in grosser Schrift im Grün.


Das Mittelrheintal zwischen Bingen und Koblenz gehört zum Weltkulturerbe. Und bis zu den Nibelungen zurück reichen die Sagen, die sich um die Burgen, Schlösser und Felsen ranken. Burg Rheinstein, Burg Stahleck und der Höhepunkt der Reise: die Loreley. Die auf ihrem Felsen versteinerte Loreley kämmte ihr goldenes Haar und versprüht auch heute noch ihren Mythos. Listig möchte die Legenden umwogende Bergfrau mit lieblichen, hypnotisierenden Gesängen die Herzen der neugierig herangetretenen Besucher erobern.


Verspüren Sie auf ausgewählten Reisen die einstige Gegenwart der mittelalterlichen Ritter, die sich leise in den dicken Mauern der Burgen auf den rheinischen Hügeln und Bergen verewigt haben oder erleben Sie unzählige historische und kulturelle Momente in den wunderschönen Fachwerkstädten und Winzerdörfern entlang des Rheins.

Amsterdam

Backstein- und Giebelhäuser aus Ziegeln und Sandstein, Ulmen an Kanalufern. Reiher, die zu Städtern wurden und auf den zahlreichen Brücken paradieren. Amsterdam ist eine lauschige, verträumt wirkende Grachtenstadt und eine multikulturelle liberale Metropole, berühmt bei Kunstliebhabern, beliebt bei Stadtflaneuren. Selbst das kleinste Altstadthaus ruht auf hunderten von Holzpfählen. Und hinter den gediegenen Fassaden befinden sich Cafes und Restaurants, Antiquitätenhändler, Kunsthandwerker und unzählige schöne Geschäfte, die Ausgefallenes, Kurioses, Mode, Kunst und Design anbieten. Museumsbesucher erwartet eine grosse Auswahl – vom Tattoo-Museum bis zum Rembrandthaus.

Arnheim

Seit 1233 mit dem Stadtrecht ausgezeichnet, wurde ab Mitte des 19. Jh. ein beliebter Wohnsitz des Grossbürgertums, dem die Stadt viele repräsentative Parkanlagen verdankt. Noch heute nennt man sie auch gern die „Parkstadt“. Das niederländische Freilichtmuseum zeigt historische Bauernhäuser und alte Windmühlen, die aus dem ganzen Land zusammengetragen wurden, um hier eine neue Heimat zu finden. Arnheims Altstadt ist für einen kleinen Bummel ideal. Zwischen Kirchen findet man alte und neue Märkte, in den Strassen sieht man schöne historische Häuser und kleine Geschäfte. Und in der Rijnstraat befinden sich 39 Kellergewölbe, die in der Zeit zwischen dem 13. und 15. Jh. entstanden sind.

Xanten

Nach dem Nibelungenlied ist die niederrheinische Stadt, hervorgegangen aus einer bedeutenden römischen Garnisonsstadt Niedergermaniens, die Heimat von Siegfried, dem Sohn von Siegmund und Sieglind. Wegen der vorzüglichen Stadtsanierung ist Xanten heute ein exzellentes Beispiel für den deutschen Denkmalschutz. Während eines Stadtbummels können Sie das Rathaus, den beeindruckenden romanisch-gotischen Dom St. Viktor und den von mittelalterlichen Bauten gesäumten Marktplatz bestaunen.

Köln

Eine römische Kaiserin war eigentlich Kölnerin. Sie hiess Agrippina und erhob an ihrem Hochzeitstag mit Kaiser Claudius ihren Geburtsort zur Stadt. Das war 50 n. Chr. Trotz zahlreicher Römerspuren ist allerdings der Kölner Dom am berühmtesten. Weniger bekannt ist, dass der Bau der grössten deutschen Kathedrale über 600 Jahre dauerte. Die Bürger investierten lieber in ihre eigenen Prachtbauten. Dafür gründeten sie eine Universität, die erste einer Stadt. Neben dem Dom, der Altstadt und der Rheinpromenade sollten Sie sich das faszinierende Römisch-Germanische Museum und das Wallraff-Richartz-Museum nicht entgehen lassen.

Koblenz

Am Zusammenfluss von Rhein und Mosel, dem Deutschen Eck, liegt eine der ältesten Städte Deutschlands: Koblenz. Von der alten Römerstadt Koblenz bis zu sagenhaften Loreley spannt sich der von der UNESCO geschützte Bogen, das obere Mittelrheintal mit seinen zahlreichen Burgen und Schlössern.

Rüdesheim

Im 19. Jh. galt Rüdeshaim bereits als romantisches Reiseziel. Und wenn man Clemens Brentano glaubt, dann tobte man schon 1802 sehr ausgelassen durch die Gassen.

Mainz

Der Dom der Stadt hatte ausgesprochen viel Pech. Er brannte bereits am Tag seiner Weihe im Jahr 1009 weitgehend ab. Der Bau begann wieder, doch es brannte auch immer wieder. Mainz besitzt einige Bauwerke aus der Renaissance- und aus der Barockzeit. Noch heute stehen etliche Paläste des ehemaligen Mainzer Adels.

Heidelberg

Der Name steht für die weltberühmte Schlossruine, die malerische Altstadt und für Deutschlands älteste Universität. Seit über 150 Jahren ist die kleine Stadt ein romantischer Mythos.

Speyer

5 Bischöfe, 4 Kaiser, 4 Könige und 3 Kaiserinnen ruhen in der Krypta des Doms von Speyer, der grössten Krypta Deutschlands. Der Dom ist der grösste romanische Bau Europas, eine Basilika, deren Türme die hohen Baumwipfel um Längen überragen. Die Salier liessen den Dom zwar im 11. Jh. als Grabstätte bauen, doch die Staufer nutzten ihn auch für irdischere Angelegenheiten. Kaiser Friedrich II. liess seinen Sohn hier als Deutschen Kaiser bestätigen, eine Weihnachtspredigt führte zum 2. Kreuzzug und in Speyer wurde Richard Löwenherz an Heinrich VI. ausgeliefert.

Straßburg

Strassburg entstand an einem Knotenpunkt verschiedener römischer Strassen und war schon früh ein Schmelztiegel unterschiedlicher Kulturen. In den stimmungsvillen Gassen der STrassburger Altstadt stehen Fachwerkbauten aus dem 16. Jh. und das gotische Münster aus rosa schimmerndem Vogesenstein. Das alte Strassburg steht unter UNESCO-Schutz. Strassburg könnte als Geniesserhauptstadt des französischen Elsass bezeichnet werden. Für Gourmets und Kunstinteressierte, aber auch für Liebhaber lauschiger Idyllen interessant.

Colmar

Kaiser Barbarossa hielt sich öfter in der Stadt auf, und durch die bezaubernden Altstadtgassen schlenderten bereits Dürer und Voltaire. Neben den vielen Kirchen und Klöstern sind es vor allem die Fachwerkhäuser der reichen Bürger und des Adels, deren prächtige Fassaden viele Geschichten zu erzählen wissen. Z. B.: das Pfisterhaus von 1537, das vielleicht schönste Haus der Stadt. Es wurde – so die Inschrift – von einem Hutmacher errichtet. Colmar hat sogar sein Klein-Venedig, das schön restaurierte alte Gerberviertel, „la petite Venise“. Die Stadt, die ihre lebendige Gegenwart überaus geniesst, legt dennoch grossen Wert auf ihre traditionelle elsässische Kultur und natürlich auch auf ihren guten Ruf als Weinbauort.

Freiburg

In der Mitte das hohe gotische Münster, drumherum ein Marktplatz, den schmucke alte Häuser umrahmen, und überall fliessen die geliebten „Bächle“ – Freiburgs Altstadt wirkt noch so, als ob sich das Mittelalter hierhin zurückgezogen hätte. Freiburgs Blütezeit begann im 12. Jh. durch das Adelsgeschlecht der Zähringer, das frühe Marktrecht und beträchtliche Silbervorkommen in Schwarzwald. 1368 gefiel den Freiburger Bürgern ihre Herrschaft nicht mehr, sie kauften sich für 15.000 Mark Silber von ihrem Grafen frei und unterstellten sich den Habsburgern. Die Stadt wurde öfter belagert, zerstört, befestigt und wieder aufgebaut. Und sie wurde auch immer wieder französisch. Ihre Universität war schon immer ein wenig fortschrittlicher als der Rest der Stadt. Die liberalen Politiker Carl von Rotteck und Carl Theodor Welcker, Sympathisanten der Revolution von 1848/49, lehrten an der Freiburger Universität und die erste studierende Frau in Deutschland immatrikulierte ebenfalls hier – Anno 1899.

Basel

Bedeutende Messen, interessante Kunstausstellungen, viele Theater, 40 Museen und grosse Musikveranstaltungen – das multikulturelle, moderne Basel ist eine spannende, lebenswerte Kulturstadt. Von den Kelten gegründet, gehörte es den Römern, dann den Alemannen, danach den Franken. Von Anfang an hatte seine geografische Lage eine grosse Bedeutung. Denn es liegt dort, wo der Rhein zum Strom wird, exakt im heutigen Dreiländereck Deutschland, Frankreich und der Schweiz. Im 13. Jh. entstand seine erste Brücke über den Rhein, 1460 hatte es bereits eine Universität, sein guter Ruf als Markt- und Messestadt begann ebenfalls im Mittelalter. Im 16. Jh. wurde es ein Zentrum der Humanisten, unter ihnen der berühmte Erasmus von Rotterdam. Heute wirkt es selbst als Grosstadt eher klein und beschaulich. Und jeder Baseler ist sowohl stolz auf die schöne, moderne Stadtarchitektur als auch auf den romantischen Altstadtkern.

Rhone

Rhone/Saone

Bei Namen wie Burgund, Provence und Camargue kommt man leicht ins Schwärmen - spürt schon vollmundige Weine auf der Zunge, hat den Duft von Lavendelfeldern in der Nase oder hört das Donnern von Pferdehufen.


Die Rhone entspringt am Fuss des St. Gotthard in der Schweiz, fliesst durch den Genfer See und erreicht Frankreich bei Pougny. Nach 812 km mündet sie in einem Delta südlich von Arles ins Mittelmeer. Bei Lyon mündet die aus den Vogesen kommende Saone in die Rhone. Beide Flüsse sind seit der Antike viel befahrene Handelswege; von 1855 bis 1905 wurde die Rhone ab Lyon flussabwärts sogar künstlich begradigt. Auf der Saone passieren die Flussschiffe drei und auf der Rhone zwölf Schleusen, wovon die Schleuse Bollene mit 23 m die höchste. Jede Einfahrt in eine Schleuse ist Zentimeterarbeit und unter einigen Brücken muss der Kapitän sogar aus der Hocke steuern. Bekannt ist das Rhonetal für den Schönwetterwind Mistral, der bei blauem Himmel von Norden über die Provence bis hinab zum Mittelmeer weht.


Wie kaum eine andere Landschaft Europas sind die Täler der Rhone und Saone reich an kulturellen Zeugnissen. Schon die Römer gründeten hier Städte und bauten Wein an. Zwei Flüsse mit unterschiedlichen Ufern werden Sie in Ihren Bann nehmen: die Weinberge des Beaujolais im südlichen Burgund und die romantischen Täler der Ardeche. Sie durchqueren verträumte Flusslandschaften der Provence und einige der schönsten Städte Frankreichs voller Charme und südländischer Lebensfreude.


Und diese Flusskreuzfahrt ist ein Fest für alle Sinne: Die Luft schmeckt nach Thymian und Lorbeer und es duftet nach Rosmarin, Basilikum und Majoran. Der passende Untertitel für die "Route Gourmet" ist "Kalorienzählen verboten": Die achttägige Tour ab Lyon steckt voller Genüsse: Ausflüge zum besten Chocolatier Frankreichs, zu berühmten Weingütern und direkt ins L´Abbaye de Collonges, das Restaurant des legendären Sternekochs Paul Bocuse.


Erleben Sie das Spiel der Farben: die gelben Sonnenblumen, die roten Mohnblumen und das leuchtende Violett der endlosen Lavendelfelder, je nach Blütezeit.


Das besondere Licht, das Vincent van Gogh, Cezanne und viele andere Maler inspirierte und in vielen Bildern wieder zu finden ist, wird auch Sie verzaubern. Erleben Sie die wilde Schönheit der Camargue, die Heimat der berühmten Wildpferde.

Beaunes

In der alten Residenzstadt der Herzöge von Burgund ist ihr mittelalterlicher Kern ebenso gut erhalten wie die sie umgebende Stadtmauer. Zahlreiche Palais aus der Zeit der Renaissance und des Barock zieren das Stadtbild. Architektonischer Höhepunkt ist das Hotel Dieu, ein eindrucksvolles Beispiel flämisch-burgundischer Baukunst aus dem Jahr 1443. Der äusserlich schlichte Bau, der bis 1971 als Armenhospital genutzt wurde, besitzt einen eleganten, von Türmchen und Erkern gekrönten Innenhof und das „schönste Ziegeldach Frankreichs“.

Chalon-sur-Saone

Zu ihren beeindruckenden Sehenswürdigkeiten gehören in der gut erhaltenen Altstadt mit malerischen Fachwerkhäusern die gotische Kathedrale Saint-Vincent sowie auf einer Insel im Fluss ein mittelalterliches Hospiz mit Turm und Kapelle. Tipp: Besuchen Sie das „Musee Nicephore Niepce“, Europas ältestes Fotografie-Museum.

Tournus

Besuchen Sie die ehemalige Abteikirche Saint-Philibert, neben Kloster Cluny das bedeutendste romanische Bauwerk der Region. Mächtige Rundpfeiler und Gewölbe bestimmen das Innere. Tipp: Unternehmen Sie eine nostalgische Zugfahrt und erleben nach der Steinbrücke von 1583 die atemberaubende ursprüngliche Landschaft der Region Ardeche entlang der Steilhänge und Felsflanken des Flusses Doux.

Cluny

Im Mittelalter das bedeutendste christliche Kloster des Abendlandes wurde 910 gegründet. Die majestätische Abteikirche mit fünf Glockentürmen und 300 Fenstern war einst die grösste Kirche der Christenheit. Das Kloster war Ausgangspunkt der geistlichen Reformbewegung im Europa des 10. und 11. Jh.

Macon

Liebliche Weinberge und die flachen Rundziegeldächer geben diesem Landstrich bereits ein südliches Flair.

Trevoux

Bummeln Sie in den Gassen der mittelalterlichen Festungsstadt.

Lyon

Am Zusammenfluss von Rhone und Saone liegt eine der ältesten Städte Frankreichs, die für die hohe Qualität ihrer Seidenprodukte und ihrer Gastronomie gerühmt wird. Lyon ist der Geburtsort und Wirkungsstätte von Paul Bocuse, einem der Päpste kulinarischer Genüsse. Schlendern Sie durch die auf einer Halbinsel zwischen Rhone und Saone angelegten Altstadt Vieux-Lyon, die zum UNESCO-Weltkulturerbe zählt, mit ihren von der italienischen Renaissance geprägten Häusern, dem römischen Theater und der Basilika Notre-Dame-de-Fourviere. Tipp: Besuchen Sie Les Halles, die berühmten Markthallen.

Vienne

Die Stadt begeistert mit ihren Zeugnissen aus dem Mittelalter und der Römerzeit, denn Kaiser Caligula machte es zur römischen Kolonie und hinterliess prachtvolle Bauwerke wie der Place du Palais, errichtet um 25 v. Chr.

Tournon

mittelalterlich geprägt, von Mauerruinen und Türmen umgeben

Viviers

Mittelalterliches, pittoreskes “Vorzeigestädtchen” mit der berühmten St.-Vincent-Kathedrale und einer römischen Bogenbrücke sowie schmalen gepflasterten Gassen. Von hier aus werden Ausflüge in die Ardeche-Schlucht angeboten. Auf 30 km Länge schlängelt sich die Ardeche in einem tiefen Canyon mit Steilhängen und Basaltwänden durch die Cevennen, bildet Stromschnellen und Felsdurchbrüche und gehört zu den berühmtesten Kanustrecken Europas. Von der Panoramastrasse oberhalb der Schlucht bieten sich immer wieder eindrucksvolle Ausblicke.

Chateauneuf-du-Pape

Sommersitz der Päpste, die im 14. Jh. in Avignon residierten und heute eine der bedeutendsten Weinbauregionen Frankreichs.

Orange

Die Stadt ist bekannt für eine Reihe römischer Bauwerke, besonders für das beeindruckende Theater und den Stadtgründungsbogen (beides UNESCO-Weltkulturerbe-Stätten), deren Bau unmittelbar vor oder während der Herrschaft von Kaiser Augustus begonnen wurde. Weitere Sehenswürdigkeiten sind die Kathedrale Notre Dame aus den Jahren 1083 bis 1126 und das Rathaus von 1671. Gegenüber dem Römischen Theater steht das Musee d´Art et d´Histoire mit antiken Funden und Gemälden des 17. bis 20. Jh. Tipp: Vom Hügel Colline St-Eutrope haben Sie einen schönen Blick über die Stadt.

Avignon

„Sur le pont d´Avignon“ … fast jeder kennt den Chanson von der Brücke, die im 12. Jh. in 22 Bögen die Rhone überspannte - vier davon stehen noch. Vor allem aber hat das 14. Jh. seine unübersehbaren Spuren in der Stadt hinterlassen, als sieben Päpste in Avignon residierten und das Christentum von hier aus regiert wurde. Die mittelalterliche Stadtummauerung blieb fast vollständig erhalten. Durch verwinkelte Gassen, entlang der vielen kleinen Stadtpaläste, Kapellen und Kirchen führen alle Wege zum monumentalen Papstpalast mit seiner zinnenbewehrten Fassade. Rund um die grösste Sehenswürdigkeit der Provence findet jedes Jahr im Juli das wohl bedeutendste Theaterfestival der Welt statt, bei dem sich die Strassen Avignons für vier Wochen in einen bunten Markt der Kreativität verwandeln. Weiter geht es entlang der Kirche St. Agricol, den römischen Ausgrabungen und dem Rathaus zum Aussichtspunkt Rocher des Domes, von wo aus Sie einen schönen Blick über das Rhonetal und auf die berühmte Pont d´Avignon haben.

Nimes

Bei einem Ausflug in die alte Römerstadt Nimes können Sie u. a. das hervorragend erhaltenen römische Amphitheater Les Arenes und die Maison Carree, ein heute noch existenter Tempel aus jener Zeit, besichtigen. Im malerischen Stadtkern beeindrucken nicht nur das barocke Rathaus und die Kathedrale, sondern auch viele Einkaufsstrassen.

Pont du Gard

Der Rhonezufluss Gardon ist nahezu unbekannt, doch ein Bauwerk, das ihn überspannt, besitzt Weltrang: Die perfekt erhaltene Pont du Gard, erbaut im 1. Jh. v. Chr. gilt als antikes Architektur-Meisterwerk. Das dreigeschossige römische Aquädukt mit einer Länge von 275 m transportierte bereits vor über 2.000 Jahren eine Wassermenge von 20.000 cbm - täglich! Und versorgte damit weite Landstriche der römischen Provinzen im Süden mit Wasser.

Uzes

malerisches Städtchen mit engen Gassen und verträumten Plätzen

Arles

Obwohl nur knapp 20.000 Einwohner hier in Arles leben, hat die Stadt doch vieles zu erzählen. Von den alten Griechen gegründet und von den Römern als „Gallula Roma“ - kleines gallisches Rom - bezeichnet, blickt Arles auf eine lange Vergangenheit zurück. An die glorreiche römische Vergangenheit erinnern prachtvolle Bauwerke, allen voran natürlich die Arena, das unmittelbar benachbarte Theater, die Reste des von Kaiser Konstantin erbauten Palastes mit Thermen und das einst vor den Toren der Stadt gelegene Gräberfeld Les Alyscamps. Besichtigen Sie die Kirche Saint Trophime, deren reicher Fassadenschmuck zu den Meisterwerken mittelalterlicher Bildhauerei in Frankreich zählt sowie einem sehenswerten romanischen Kreuzgang. Oder wandeln Sie auf den Spuren van Goghs zu den Originalschauplätzen seines Lebens, z. B. an der Place du Forum, wo das Gemälde des abendlichen Cafes entstand, oder an der Place Lamartine mit dem berühmt gewordenen „Gelben Haus“. Bei einem Ausflug durch die Provence zur mittelalterlichen Felsenstadt Les Baux und nach Saint-Remy-de-Provence, wo Vincent van Gogh 1889 mit der „Sternennacht“ eines seiner berühmtesten Werke schuf.

Rhone-Delta

Im Schwemmland der Camargue, dem 85.000 qm grossen Naturschutzgebiet zwischen den zahlreichen Mündungsarmen im Rhone-Delta, ersetzt würzige Salzluft des nahen Mittelmeeres den Duft der Kräuter. Weisse, wildlebende Pferde und schwarze Stiere sind selten geworden, aber Scharen von grazilen Flamingos, Reihern und Enten bevölkern ausgedehnte Brackwasserseen und Sumpfgebiete.

Les-Saintes-Maries-de-la-Mer

Charmanter, viel besuchter, quirliger Wallfahrtsort der Roma und Sinti, die hier ihre Schutzpatronin, die heilige Sara, in der mittelalterlichen Wehrkirche Notre-Dame-de-la-Mer, verehren.

Alte Liebe rostet nicht …

„Ein echter deutscher Mann mag keinen Franzen leiden, doch ihre Weine trinkt er gern!“ Was Goethe den „Studiosus“ Brander in Auerbachs Keller deklamieren lässt, zeigt, dass der Dichterfürst beim Abfassen des „Faust“ durchaus ein offenes Ohr für die Gemütslage seiner Zeit hatte! Aus heutiger Sicht beschreibt der Satz allerdings nur noch die halbe Wahrheit. Denn die „Erbfeindschaft“ zwischen Deutschen und Franzosen ist - gottlob - inzwischen begraben. Nur Michels Liebe zu Mariannes Weinen ist nie erloschen - und das hat seine guten Gründe! Einer der wichtigsten ist sicher, dass die französische Weinproduktion strikt kontrolliert wird. Doch was wären die weltweit strengsten Normen, wenn nicht die in Jahrhunderten verfeinerte Kunst der Vinifizierung und die Vielfalt traditioneller Weinanbaugebiete hinzukämen. Zu ihnen zählen im Süden des Landes vor allem das Burgund, die Provence und die Gebiete an der Rhone. Ob weiss oder rot: Im Burgund reifen absolute Spitzenweine, die hauptsächlich aus Pinot Noir- und Chardonnay-Trauben gekeltert werden. Kalkige Böden, teils mit Ton, immer mit Kreide, verleihen ihnen einen sehr differenzierten, angenehm erdigen Charakter. Die Provence präsentiert sich als geologisch und klimatisch sehr heterogenes Gebiet. Neben Weiss- und Rotweinen werden bevorzugt Roses ausgebaut, die - je nach Appellation - ihre ganz eigene, stets frische Note haben. Das Rhonetal schliesslich ist zweigeteilt: In seinem Norden gedeihen in Steillagen rassige Rote aus den Sorten Syrah, Viognier, Marsanne oder Roussanne, während in den Ebenen des mediterranen Südens mit dem berühmten „Chateauneuf-du-Pape“ Frankreichs körperreichster Wein produziert wird. En chante!

Seine

Geniessen Sie eine Reise zwischen pulsierenden Grossstädten, kulturellen Eindrücken und der bezaubernden Landschaft der Seine. Eine malerische Landschaft, dominiert von sanft ansteigenden Weiden und Feldern sowie die Kreidehügel der Normandie prägen die Flussidylle der Seine. Das einzigartige Licht dieser Landschat inspirierte berühmte Maler wie Monet und Renoir. Bilder der Impressionisten werden auf Ihrer Fahrt von Paris nach Honfleur und zurück lebendig.

Paris

Die Stadt der Liebe und der Lust, von der Piaf besungen, von Picasso , Monet und Manet verewigt, liegt an der Seine, die das Herz der französischen Metropole im Fluss hält. Mit ihrem unnachahmlichen Flair, lebhaften Cafes, eleganten Boutiquen und prachtvollen Boulevards ist sie der Zufluchtsort aller Verliebten Inbegriff von Zivilisation und Lebensart. Zu zahlreich, zu vielseitig, zu bedeutend sind die Sehenswürdigkeiten, um sie aufzuzählen: Notre Dame, die Kathedrale auf der Ile de France, Louvre, Eiffelturm, Triumphbogen, Champs Elysees, Montmartre …

Schloss von Versailles

Der barocke Palast liegt in einem Vorort von Paris und war die Residenz der französischen Könige. Gebaut als Jagdschloss für Ludwig XIII wurde es ab 1661 unter Ludwig XIV., dem Sonnenkönig, zu seinem absolutistischen Monument von Macht und Pracht um- und ausgebaut und war bis zur französischen Revolution fast ständig bewohnt. Die Innenausstattung schuf Charles Le Brun, die berühmten Gartenanlagen stammen von Andre Le Notre. Das Schloss war ab dem 17. Jh. lange Zeit das Vorbild zahlreicher Schlösser europäischer Fürsten und Könige. Seit 1979 ist es Teil des UNESCO Weltkulturerbes.

Vernon

In Giverny bei Vernon liess sich im 19. Jh. der französische Impressionist Claude Monet, Maler der weltberühmten Seerosenbilder, nieder. Der Zauber dieses fast magisch zu nennenden Ortes nimmt auch heute noch jeden Besucher gefangen. 

Les Andelys

Trutzig und grau grüsst die Ruine von Schloss Gaillard, das Richard Löwenherz, Herzog der Normandie und König von England, im Jahr 1196 auf einem Kreidefelsen hoch über der Seine als gewaltige Festungsanlage errichten liess, um dem König von Frankreich den Weg in sein Reich zu versperren.

Rouen

Die Nomannenmetropole, Heimat von Corneille und Flaubert, der hier Madame Bovry begegnete, wurde stark durch Kelten und Römer geprägt. Gassen und Marktplatz in der historischen Altstadt sind gesäumt mit malerischen Profan- und Sakralgebäuden. Allein die skulpturenreiche spätgotische Kathedrale, Krönungskirche und Grabstätte der Herzöge, ist eine Reise wert und Kirchen gibt es viele. Victor Hugo nannte sie deshalb „Stadt der hundert Kirchtürme“.

Caudebec-en-Caux

Aufgrund ihrer Architektur ragt die Kirche der Stadt, ein Gebäude aus dem 15. und 16. Jh., besonders hervor. Rund um ihre obere Balustrade steht in gotischer Schrift ein der Magnificat. Das beeindruckende Westportal, ihre kunstvollen Glasmalereien und die Verzierungen der Turmspitze machen Sie zu einem der schönsten Bauwerke in der Gegend von Rouens. Weiterhin sehenswert ist das Haus der Tempelritter aus dem 12./13. Jh., ein ehemaliges Gefängnis aus dem 14. Jh., das Rathaus von 1800 sowie weitere Stadthäuser und Uferbauten.

Deauville

In diesem berühmten Seebad der Normandie, an der Cote Fleurie, wo die Pariser Gesellschaft das Wochenende verbringt, laden elegante Cafes an der mondänen Promenade zum Verweilen ein.

Honfleur

Dieses bezauberndes Fischerdorf liegt direkt gegenüber von Le Havre am anderen Seine-Ufer, verbunden durch die Brücke Pont de Normandie. Erstmals im 11. Jh. urkundlich erwähnt, lange unbedeutend, ist die Stadt mit ihren schmalen und sechs Stockwerke hohen Häusern und dem Rest der Befestigungsanlage am Alten Dock aus dem 17. Jh. heute einer der reizvollsten Orte der Normandie. Damals wie heute stehen am Kai die Maler, deren zeitgenössische Werke in zwei alten Salz-Lagerhäusern ausgestellt werden.

Le Havre

Frankreichs zweitgrösste Hafenstadt, direkt am Ufer der Seine gelegen, ist eine lebendige und moderne Stadt. Strategisch günstig gelegen, ist Le Havre ein idealer Ausgangspunkt für den Besuch der grössten Attraktionen der Region, zum Beispiel die geschichtsträchtigen Strände der Normandie.